Kirchen und Kapellen unserer Pfarrei

Pfarrkirche St. Peter und Paul

1805 – 1810 auf einer dem Schlossrain vorgelagerten Terrasse aus Kalktuff erbaut / Ist die grösste Kirche auf der Luzerner Landschaft / Architekten sind die beiden bekannten Innerschweizer Kirchenbauer Josef Purtschert, Pfaffnau und Josef Singer, Luzern /  Archäologische Ausgrabungen bestätigen, dass mindestens vier kleinere Vorgängerkirchen an gleicher Stelle gestanden hatten / Die Gründung der ersten Pfarrkirche ist älter als diejenige der Stadt / Aus dem 13. Jahrhundert stammt der am besten erhaltene romanische Kirchturm des Kantons Luzern, auch Heidenturm genannt / Der monumentale zweigeschossige Glockenturm des Architekten Adolf Gaudy, Rorschach, gilt als architektonische Pionierleistung im Eisenbetonbereich und ersetzte anlässlich einer zeitbezogenen Renovation 1928/29 einen zierlichen zu klein gewordenen Dachreiter / nach der umfassenden Restauration von 1991 – 1997 weist der Bau heute den ursprünglichen Charakter einer klassizistischen Pfeilerhallenkirche auf / eindrückliche Altarbilder und Deckenfresken des Willisauer Malers Xaver Hecht und der süddeutschen Meister Josef Anton Mesmer und Johann Georg Vollmer / elegante Stuckaturen des Vorarlbergers Johann Moosbrugger.

 

 

Heilig Blut Kirche

Ursprünglich hölzerne Kapelle / 1497 geosteter gotischer Steinbau / 1674 Renaissancebau mit offener toskanischer Vorhalle / Drei figurenreiche hölzerne Frühbarockaltäre / Acht Oelgemälde von 1684 mit der Gründungslegende / 1854 Einbau einer dekorativen Holzdecke mit neutestamentlichen Szenen, Aposteln und Nebenpatronen der Kapelle. Heiligblut-Legende: Hauptdarsteller drei Spieler / Der Eine verlor sein ganzes Geld und stiess fluchend sein Schwert in die Luft, um den Leib Christi zu durchbohren / Fünf Blutstropfen fielen sogleich auf den Tisch / Der Gotteslästerer wurde vom Teufel geholt / Die beiden anderen erlitten einen schrecklichen Tod. Früher stark besuchter Wallfahrtsort / Ablassfest mit Sühneprozession am zweiten Sonntag nach Pfingsten / Erinnert an Freveltat vom 07. Juli 1392.

St. Niklausenkapelle

Anlage mit habsburgischer Burg «Alt Willisau» und Kapelle aus dem Ende des 12. Jahrhunderts / 1321 den Habsburgern verpfändet / 1386 im Sempacherkrieg zerstört / Burgkapelle von der Zerstörung verschont / Ursprünglich kleinere und niedrigere Kapelle mit romanischen Rundbogenfensterchen / Älteste Glocke des Kantons Luzern mit hebräischer Inschrift um 1200 / Neubau im 14. Jahrhundert / Ende des 15. Jahrhundert Vergrösserung mit ältester Malerei über Chorbogen / 16. Jahrhundert Rankenmalerei im Chor und grosses Wandbild mit dem Martyrium der 10‘000 Ritter auf der linken Seite / 1655 barockisierter Neubau mit heutigen Fensteröffnungen, dekorativen Weinranken in den Fensterleibungen, Portal mit schützendem Vorzeichen und Empore / Restauration 1975 / 76.

 

 

Bruderklauskapelle, Schülen


Einweihung: 22. März 1944
durch Bischof Franziskus von Streng.

Geweiht wurde die Kapelle dem Heiligen Josef.
Gleichzeitig wurde sie aber unter den Schutz des Bruder Klaus gestellt.

Kirchenratsbeschluss für den Bau der Kapelle, 21. Mai 1942:
Es sei auf dem Platz Schülen eine Kapelle zu bauen.
Es sei eine fünfköpfige Baukommission zu wählen.
Die Baukommission soll den Auftrag erhalten, den Architekten zu bestimmen, das Bauland zu erwerben und die Finanzierung zu klären.

Die Kapelle wird durch eine eigene Stiftung verwaltet.

St. Jakobskapelle Bösegg

Alle Erwähnungen und Daten fehlen.
Glocken 1722
Kapelle von 1722
Neubau 1949
St. Jakobus und St. Erasmus um 1700
Pieta: 2. Hälfte 17. Jahrhundert.

Stiftung durch Jakobspilger aus der Gegend.

Geschichte oder Sage:
Ein Wirt verfolgt drei unschuldige fromme Jakobspilger wegen vermeintlichem Diebstahl. Der eine Pilger wird gehängt, lebt aber 32 Tage am Galgen frisch und gesund ohne Speis und Trank. Die zwei weiteren Pilger verrichten ihre Andacht bei St. Jakobus. Drei gebratene Hühner des Richters fliegen fort. Am Ende kommen die drei Pilger frisch, gesund und glücklich wieder in ihrem Heimatland an.

Die St. Jakobskapelle – auch "Buchweh-Chäppeli" genannt – war noch bis in die 1930er Jahre im südlichen Luzerner Hinterland als Wallfahrtsort bekannt.
Die "Bibernüssli" vom Pimpernussbaum wurden mit nach Hause genommen. Am besten aber war es, wenn man aus den Pimpernüssen einen Rosenkranz herstellte.

Die Willisauer machten früher am Markustag (25. April) einen Bittgang zur St. Jakobskapelle auf der Bösegg.

(Jolanda Blum, Jakobswege durch die Schweiz, 1997)

Am 25. Juli ist Hl. Jakobus. Am Jakobstag halten wir um 19.30 Uhr eine Eucharistiefeier in der Jakobskapelle. Gleichzeitig halten wir das Gedächtnis der Corporis-Christi-Bruderschaft für die verstorbenen Wohltäter der Jakobskapelle Bösegg. Anschliessend an den Gottesdienst wird Wurst, Brot, Bier, Kuchen und Kaffee serviert.