Noch bis 12. Juni: Kunstinstallation von Edwin Grüter

Die interaktive Kunstinstallation «steine des anstosses» des Willisauer Künstlers Edwin Grüter besteht aus 20 bemalten Kartonschachteln. Für jedes Jahrzehnt im Jubiläumsjahr "200 Jahre Pfarrkirche Peter und Paul" eine Schachtel. In den liturgischen Hintergrundfarben ergeben die 20 Würfel zusammengesetzt - die Konturen der Kirche. Die Kirche wird jeweils neu aufgebaut - aus Steinen, aus Menschen. Nie ist sie ganz fertig, oft eine Baustelle. Auch die Kirche vor Ort. Wie wollen wir mit bunten Steinen und Ideen daran bauen? Alle können mitbauen.

Die Installation ist durchgehend zu sehen, jeweils Mi und Sa von 14-16 Uhr und am Sonntag nach dem 10-Uhr-Gottesdienst kann eine Betreuungsperson nähere Auskünfte geben; weisse Handschuhe liegen bereit, um an der bunten Kirche mit aufmerksamen Händen mitzubauen.

Am Mi, 11. Mai und am Sa, 4. Juni, ist der Künstler Edwin Grüter von 14-16 Uhr selbst anwesend. 

 

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Mauersegler und Alpensegler im Kirchturm  - Bericht Dezember 2021

Die Brutsaison 2021 war für die Alpensegler allgemein schwierig. Sie begannen das Brutgeschäft wegen des schlechten Wetters erst spät. Pius Kunz vom Naturschutzverein Willisau zeigt sich in seinem Bericht vom Dezember 2021 gespannt, wie die Entwicklung der Kolonie im Turm weitergeht.

Im Detail blickt er auf 2021 zurück: Aufwertungsarbeiten waren an 4 Fenstern auf dem 3. Boden vorgenommen worden, an der Süd – und Westfront. 1 Nest mit 1 Ei befand sich bei der Beobachtung am 8. Juni bei Fenster 3 auf Boden 3. Am 30. Juni waren in diesem Nest 2 frischgeschlüpfte Jungvögel. Am 20. Juli befanden sich im Nest 3 Jungvögel. Ob sie erfolgreich ausgeflogen sind, lässt sich nicht sagen. Die beiden Fenster 1 und 2 an der Südfront des Turmes wurden in dieser Brutsaison nur als Schlaf – und Ruheplatz genutzt. Es gibt viele Kotspuren. 1 Nest mit 3 frischgeschlüpften Jungen fand sich bei Fenster 4 auf Boden 2 (Westfassade). Hier waren keine Aufwertungsarbeiten gemacht worden. Am 20. Juli waren bei einer 2. Kontrolle noch 2 Jungvögel im Nest.

 

Bepflanzung der Anlagen um das neue Pfarreizentrum

Zum vorläufigen Abschluss der Pflanzung von Bäumen und Sträuchern auf dem Gelände des Generationenprojekts (Pfarreizentrum Maria von Magdala, Kindergarten, Tagesstrukturen, Wohnungen) wurde am 21. August 2021 ein weiterer Apfelbaum gesetzt. Das geschah im Rahmen der Segnung des Kinderspielplatzes. Am Hang des Spielplatzes befinden sich mehrere Obstbäume. Einige trugen diesen Herbst bereits die ersten Früchte.

 

Mauersegler und Alpensegler im Kirchturm - Bericht Frühjahr 2021

In Zusammenarbeit mit der Vogelwarte Sempach hat der Naturschutzverein Willisau Arbeiten zur Förderung der Alpensegler im Romanischen Turm der Pfarrkirche Willisau abgeschlossen. Auf schmalen Brettern können die Alpensegler nun ihre Nester bauen und sich eine Kolonie entwickeln. Nach der Zählung 2020 hat sich die Kolonie der Mauersegler gut entwickelt. 16 Bruten von Mauerseglern mit insgesamt 20 Jungvögeln konnte der Naturschutzverein Willisau ausmachen. Der Verein dankt der Kirchgemeinde für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung.

 

Halbtrockenrasen bei Kapelle St. Niklausen (Samichläusali)

Am Südhang des Burghügels St. Niklaus auf dem Berg mit der Kapelle als einzig erhaltenem Gebäude befindet sich ein ökologisch sehr wertvoller Lebensraum. Es ist ein einzigartiger Trockenrasen. Bei einem Halbtrockenrasen handelt es sich um eine wärmebedürftige, gut besonnte Pflanzengesellschaft, die zudem auf nährstoffarme Bodenverhältnisse angewiesen ist. Trockenheit und Nährstoffarmut ermöglichen es einer Vielzahl von Pflanzen sich entwickeln zu können. Dabei handelt es sich um Pflanzen, die auf besser versorgten Standorten aufgrund ihrer geringen Konkurrenzkraft anderen, weit verbreiteteten Pflanzen im Kampf ums Überleben unterlegen sind. Beim „Samichläusali“ entfalten sich typische Arten wie Aufrechte Trespe, Zittergras, Kriechender Hauhechel, Wundklee, Thymian, Möhre, langhaariges Habichtskraut, Dost, knolliger Hahnenfuss, kleiner Wiesenknopf, gemeines Leimkraut, gemeines Fingerkraut. Aber auch Seltenheiten wie das Turmkraut oder Orchideenarten wie die Spitzorchis, Weisses Waldvögelein oder Braunrote Sumpfwurz lassen sich innerhalb oder in der Nähe des Halbtrockenrasens finden. Von der floristischen Artenvielfalt profitiert natürlich auch die Tierwelt, darunter auch teilweise gefährdete Arten.

Der Hang mit ausgeprägter Wiesenvegetation ist aus rechtlicher Sicht auch weiterhin als Waldfläche zu betrachten. Er befindet sich im Eigentum der Kirchgemeinde Willisau. Diese hat im Jahr 2006 einem von der Dienststelle Landwirtschaft und Wald, Abteilung Walderhaltung und Waldförderung, initiierten Begehren für die Gründung eines Sonderwaldreservates für die nächsten 50 Jahre zugestimmt. Seitdem geniesst die Fläche einen besonderen Status. Forstliche Eingriffe erfolgen in Zukunft nur aus ökologischen Überlegungen und Zielen.

(Quelle: Naturschutzverein Willisau)