14. Willisauer Musiknacht

Freitag, 16. September 2022, 20.00 Uhr, Pfarrkirche Willisau

 

50 Jahre Orgel Pfarrkirche Willisau

Liebe Musikliebhaberin
Lieber Musikliebhaber

Vor 50 Jahren erbaute die Willisauer Orgelbaufirma Heinrich Pürro AG eine der grössten und vielseitigsten Orgeln auf der Luzerner Landschaft. Aus diesem Anlass funktionieren wir die 14. Willisauer Musiknacht in ein Orgelwunschkonzert mit zwei vom Projektchor Willisau gesungenen Intermezzi um. Das Programm der drei OrganistInnen unserer Pfarrei umfasst – entsprechend der eingegangenen Wünsche – ein sehr buntes musikalisches Spektrum: vom 700-jährigen Stück, über den Popsong und die Filmmelodie, bis zum klassischen Ohrwurm.

Wir wünschen Ihnen einen bereichernden und genussvollen Musikabend. Hier gehts zum Programm.

Die 14. Willisauer Musiknacht ist zugleich Teil des ganzjährigen Jubiläumsprogramms «200 Jahre Pfarrkirche Peter und Paul».

Peter Unternährer, Leiter Willisauer Musiknacht

 

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Blaue Schafe werben für Frieden

Wer möchte diese Herde weiden?


Die Blaue Friedensherde ist ein Kunstprojekt zur Förderung des freundlichen Miteinanders im öffentlichen Raum. Es wurde von den Künstlern Bertamaria Reetz und Rainer Bonk 2009 ins Leben gerufen. Nun hat auch der Pfarreirat Willisau eine siebenköpfige kleine Schafherde erworben, die verschiedene Weideplätze aufsuchen möchte.

Die sieben blauen Schafe möchten gerne in privaten Gärten und auf öffentlichen Flächen «weiden» und zum Frieden ermutigen. Sie suchen gute Hirten und Hirtinnen, die sie eine bis vier Wochen betreuen und sich von der Friedensfarbe Blau inspirieren lassen. Blau steht für Sanftmut, ruhige Meditation und Ausgeglichenheit.

Farbe des Friedens
Blau symbolisiert auch Frieden, wie es etwa das Blau des Kinderhilfswerks Unicef zum Ausdruck bringt. Blau war auch seit jeher eine spirituelle Farbe, die Farbe des Himmels und der Gottesmutter Maria. Die Illusion einer friedlich weidenden Schafherde mit guten Hirt*innen wird zum Symbol für menschliches Miteinander, appelliert an soziale Verantwortung und wirbt für eine tolerante Geisteshaltung. Alle blauen Schafe sind gleich, aber jedes ist wichtig.

Empfindliche Wesen
Hergestellt werden die blauen Schafe in einer Sozialwerkstatt bei Köln. Sie sind aus Gießharz gefertigt, das ähnliche Struktureigenschaften aufweist wie hohles Terrakotta. Die blauen Schafe sind wetter- und frostbeständig und ihre Farbe UV-beständig. Aber wie so viele Lebewesen sind die Blauschafe auch empfindlich und zerbrechlich. Ja, sie brauchen gute Hirten und Hirtinnen!
Zum Auftakt stehen die Blauen Schafe ab Sonntag, 29. Mai, - anlässlich des Events "Begegnung im Pfarrhausgarten" - für eine Woche im Pfarrgarten.  Alle sind im Anschluss an die beiden Sonntagsgottesdienste vom 29. Mai, 08.00 und 10.00 Uhr, Pfarrkirche, herzlich willkommen im Pfarrgarten. Der Pfarreirat lädt zu Kaffee und Gipfeli, Bier und Brot (und weiterem). So lässt es sich im schönen Pfarrgarten gut ins Gespräch kommen und die Kunstaktion "Blaue Schafe" mitverfolgen.
Weitere Öffnungszeiten des Pfarrgartens für die Blaue Friedensherde: Mo bis Fr, 30.05. bis 03.06., jeweils 11 bis 14 Uhr (Zugang Herrenwand/Zehntenplatz). Eine Person aus Pfarreirat, Kirchenrat oder Seelsorgeteam ist jeweils für weitere Auskünfte oder auch einfach für einen Plausch anwesend.

Text/Foto: Andreas Wissmiller

So geht eine Ausleihe:
Privatpersonen und Institutionen können die siebenköpfige Herde Friedensschafe jeweils eine bis vier Wochen bei sich aufstellen und so für Frieden werben. Den Transport im Gebiet des Pastoralraums Region Willisau übernimmt in der Regel der Pfarreirat. Die Aktion dauert vorerst bis Ende November.

Die Spende von Privatpersonen (Fr. 50.- für 1-2 Wochen Ausleihe; Fr. 100.- für 3-4 Wochen) geht an die Caritas-Hilfe «Ukraine»; Der Unkostenbeitrag von Institutionen (ebenfalls Fr. 50.- für 1-2 W. Ausleihe, Fr. 100.- für 3-4 W.) geht an den Pfarreirat Willisau für die Finanzierung des Kunstwerks.
Nähere Auskünfte: Pfarrsekretariat, Müligass 6, 6130 Willisau; 041 970 62 00; pfarrsekretariat@kath-kirche-willisau.ch oder Pfarreileiter Andreas Wissmiller, a.wissmiller@kath-kirche-willisau .ch

 

 

 

 

 

Mauersegler und Alpensegler im Kirchturm  - Bericht Dezember 2021

Die Brutsaison 2021 war für die Alpensegler allgemein schwierig. Sie begannen das Brutgeschäft wegen des schlechten Wetters erst spät. Pius Kunz vom Naturschutzverein Willisau zeigt sich in seinem Bericht vom Dezember 2021 gespannt, wie die Entwicklung der Kolonie im Turm weitergeht.

Im Detail blickt er auf 2021 zurück: Aufwertungsarbeiten waren an 4 Fenstern auf dem 3. Boden vorgenommen worden, an der Süd – und Westfront. 1 Nest mit 1 Ei befand sich bei der Beobachtung am 8. Juni bei Fenster 3 auf Boden 3. Am 30. Juni waren in diesem Nest 2 frischgeschlüpfte Jungvögel. Am 20. Juli befanden sich im Nest 3 Jungvögel. Ob sie erfolgreich ausgeflogen sind, lässt sich nicht sagen. Die beiden Fenster 1 und 2 an der Südfront des Turmes wurden in dieser Brutsaison nur als Schlaf – und Ruheplatz genutzt. Es gibt viele Kotspuren. 1 Nest mit 3 frischgeschlüpften Jungen fand sich bei Fenster 4 auf Boden 2 (Westfassade). Hier waren keine Aufwertungsarbeiten gemacht worden. Am 20. Juli waren bei einer 2. Kontrolle noch 2 Jungvögel im Nest.

 

Bepflanzung der Anlagen um das neue Pfarreizentrum

Zum vorläufigen Abschluss der Pflanzung von Bäumen und Sträuchern auf dem Gelände des Generationenprojekts (Pfarreizentrum Maria von Magdala, Kindergarten, Tagesstrukturen, Wohnungen) wurde am 21. August 2021 ein weiterer Apfelbaum gesetzt. Das geschah im Rahmen der Segnung des Kinderspielplatzes. Am Hang des Spielplatzes befinden sich mehrere Obstbäume. Einige trugen diesen Herbst bereits die ersten Früchte.

 

Mauersegler und Alpensegler im Kirchturm - Bericht Frühjahr 2021

In Zusammenarbeit mit der Vogelwarte Sempach hat der Naturschutzverein Willisau Arbeiten zur Förderung der Alpensegler im Romanischen Turm der Pfarrkirche Willisau abgeschlossen. Auf schmalen Brettern können die Alpensegler nun ihre Nester bauen und sich eine Kolonie entwickeln. Nach der Zählung 2020 hat sich die Kolonie der Mauersegler gut entwickelt. 16 Bruten von Mauerseglern mit insgesamt 20 Jungvögeln konnte der Naturschutzverein Willisau ausmachen. Der Verein dankt der Kirchgemeinde für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung.

 

Halbtrockenrasen bei Kapelle St. Niklausen (Samichläusali)

Am Südhang des Burghügels St. Niklaus auf dem Berg mit der Kapelle als einzig erhaltenem Gebäude befindet sich ein ökologisch sehr wertvoller Lebensraum. Es ist ein einzigartiger Trockenrasen. Bei einem Halbtrockenrasen handelt es sich um eine wärmebedürftige, gut besonnte Pflanzengesellschaft, die zudem auf nährstoffarme Bodenverhältnisse angewiesen ist. Trockenheit und Nährstoffarmut ermöglichen es einer Vielzahl von Pflanzen sich entwickeln zu können. Dabei handelt es sich um Pflanzen, die auf besser versorgten Standorten aufgrund ihrer geringen Konkurrenzkraft anderen, weit verbreiteteten Pflanzen im Kampf ums Überleben unterlegen sind. Beim „Samichläusali“ entfalten sich typische Arten wie Aufrechte Trespe, Zittergras, Kriechender Hauhechel, Wundklee, Thymian, Möhre, langhaariges Habichtskraut, Dost, knolliger Hahnenfuss, kleiner Wiesenknopf, gemeines Leimkraut, gemeines Fingerkraut. Aber auch Seltenheiten wie das Turmkraut oder Orchideenarten wie die Spitzorchis, Weisses Waldvögelein oder Braunrote Sumpfwurz lassen sich innerhalb oder in der Nähe des Halbtrockenrasens finden. Von der floristischen Artenvielfalt profitiert natürlich auch die Tierwelt, darunter auch teilweise gefährdete Arten.

Der Hang mit ausgeprägter Wiesenvegetation ist aus rechtlicher Sicht auch weiterhin als Waldfläche zu betrachten. Er befindet sich im Eigentum der Kirchgemeinde Willisau. Diese hat im Jahr 2006 einem von der Dienststelle Landwirtschaft und Wald, Abteilung Walderhaltung und Waldförderung, initiierten Begehren für die Gründung eines Sonderwaldreservates für die nächsten 50 Jahre zugestimmt. Seitdem geniesst die Fläche einen besonderen Status. Forstliche Eingriffe erfolgen in Zukunft nur aus ökologischen Überlegungen und Zielen.

(Quelle: Naturschutzverein Willisau)